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Das Infoheft Nr. 90 November 2025  kann hier heruntergeladen werden.

 

postkon25 felsen 4 180Nach dem Kongress wurde uns von unseren portugiesischen Freunden ein dreitägiges Programm angeboten, das von ca. 60 Kongressteilnehmern wahrgenommen wurde. 

Unsere sehr kompetente portugiesische Reiseleiterin begleitete uns 3 Tage lang und gab uns immer wieder viele Informationen auf Englisch und Französisch, so u. a. auch, dass es Im Jahr 1755 ein gewaltiges Erdbeben vor der portugiesischen Küste gab, das nicht nur Lissabon, sondern auch die gesamte Algarve-Küste traf. Viele historische Gebäude wurden zerstört und mussten wiederaufgebaut werden.

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Mittwoch 12.11. 
Am Vormittag besuchten wir die historische Stadt Silves, die alte Hauptstadt der Algarve. Unter den Mauren (9. bis 12. Jahrhundert) war Silves eine wichtige Festungsstadt und ein lebhaftes Handelszentrum. Zunächst gingen wir durch den überdachten Mercado Municipal, wo z. B. fangfrische Meeresfrüchte und lokal angebautes Obst und Gemüse angeboten wurden. Auch konnten wir einer Frau beim Flechten von Körben zuschauen.

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Dann ging es über gepflasterte Gassen hoch zur Besichtigung des Burggeländes, vorbei an der gotischen Kathedrale, die auf dem Gelände einer ehemaligen muslimischen Moschee erbaut wurde. Neben dem Haupteingang, befindet sich eine Bronzeskulptur von König D. Sancho I., der 1189 mit Hilfe der Kreuzritter erstmals die Stadt Silves von den Arabern eroberte.
Bevor wir zum Mittagessen wieder in unser Hotel zurückkehrten, fuhren wir noch zur Capela de Nossa Senhora da Rocha, von wo aus wir eine wunderbare Aussicht auf das Meer, die Felsformationen und die Sandbuchten hatten.

Am Nachmittag führte uns der Ausflug nach Monchique, bekannt für seine Thermalquellen und Korkeichen in einer wunderschönen Berglandschaft. Es ist knapp 460 m über dem Meeresspiegel gelegen, nicht weit vom Monte Fóia (902 m), dem höchsten Berg der Algarve. Wir begannen unseren Rundgang in der Ortsmitte, umgeben von Kunstwerken, mit dem Probieren von 2 lokalen Spirituosen, dem Schnaps Mendronho und einem Honig-Likör. 

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Danach machten wir uns auf den Weg hoch zur Kirche Igreja Matriz und ihrem kunstvollen Eingangsportal mit verknoteten Säulen. Im Inneren konnten wir Azulejos und am Altar Holzschnitzereien bewundern. Als wir die Kirche wieder verlassen wollten, öffnete der Himmel seine Schleusen. Zum Glück hatte uns die Reiseleiterin am Vormittag gesagt, dass wir uns auf Regen einstellen sollten. Aber mit so einem Wolkenbruch hatte niemand gerechnet. Die steilen Gassen wurden zu Wasserfällen. Gut waren die von uns dran, die mit Regenjacken, Schirmen und wasserdichten Schuhen ausgerüstet waren und sich frühzeitig auf den Weg hinunter zum Bus gemacht hatten.
Wer wollte, konnte abends noch zu Discomusik tanzen.

Donnerstag 13.11. 
Am Vormittag stand der Besuch von Lagos auf dem Programm. Leider hat es bei unserer Ankunft gestürmt und geregnet, so dass der Stadtrundgang zunächst klein ausgefallen ist. Wir folgten gepflasterten Gassen durch die Altstadt und schauten uns die Geschäfte an, die zum Teil schon weihnachtlich geschmückt waren.

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Aber dann ließ der Regen nach und wir konnten zum Praça da República laufen, auf dem sich von 1444 bis 1860 der historische Sklavenmarkt (Mercado de Escravos) befand. Unter den Arkaden des ehemaligen Gebäudes der Zollverwaltung wurden die Schwarzafrikaner angebunden und zum Verkauf angeboten. Auf dem Platz steht auch ein Denkmal für Heinrich dem Seefahrer. An Jacaranda-Bäumen vorbei – zum Teil noch mit Blüten – gelangten wir zur nahegelegenen Igreja do Santo António mit ihrem barocken Innenraum. Weiter ging die Fahrt zum Praia de Dona Ana.

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Wir sind oben auf den Felsen geblieben und genossen den Blick auf den Strand, das Meer und die goldfarbenen Felsklippen und Felsformationen.
Nach dem Mittagessen im Hotel fuhren wir nach Carvoeiro, das auf beiden Seiten von Sandsteinklippen umgeben ist. Auf dem Klippenwanderweg Richtung Osten genossen wir wieder den Ausblick auf das Meer und die Küste. Danach ging es nach Ferragudo, das gegenüber von Portimão an der Mündung des Flusses Arade in den Atlantik liegt. Die Bewohner dieses Ortes müssen öfters mit Hochwasser rechnen, was auf einem großen Azulejo-Bild am Eingang vom Ort zu sehen ist. 

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postkon25 ferragudo Hochwasserschutz 200Auch für Türen haben die Einwohner Vorkehrungen mit Barrikaden getroffen. Wir spazierten durch enge Gassen den Hügel hinauf zur Kirche, die über dem Ort thront. Von dort bot sich ein herrliches Panorama der Umgebung.
Nach dem Abendessen konnte man einer Fado-Sängerin lauschen.

Freitag 14.11. 
Heute war ein Ganztagesausflug. Zunächst ging die Fahrt nach Faro, der Hauptstadt der Algarve. Durch den Arco da Vila gelangten wir zu Fuß in die mauerumgebene Altstadt, an deren höchstem Punkt sich die Kathedrale Sé befindet. Geplant war ein Besuch der Kathedrale. Aber an diesem Tag waren die Schüler der Stadt eingeladen und wir hatten keinen Zutritt.

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Hatte es schon auf dem Weg zur Kathedrale leicht geregnet, so wurde der Regen immer schlimmer und erneut ging ein Wolkenbruch nieder, so dass wir in Geschäften bzw. Cafés Schutz suchen mussten. Bäume wurden entwurzelt, Äste und Sonnenschirme flogen durch die Gegend. Wie sich später herausstellte, hatte im Nachbarort ein Tornado gewütet.
Das Mittagessen wurde heute nicht in unserem Hotel eingenommen, sondern im Restaurant „O Teodósio“ in Guia, das sich auf Hähnchen mit oder ohne Sauce Piri-Piri spezialisiert hat.

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Danach machten wir noch einen kurzen Spaziergang durch Albufeira und wurden von Sonne und blauem Himmel begleitet. Wir kamen oberhalb des Praça do Pescador an, mussten dann 2 lange defekte Rolltreppen zum Strand hinunterlaufen und bummelten danach durch den östlichen Teil von Albufeira bis zum Tunnel, der die Stadt mit dem Strand verbindet. Auf gleichem Weg ging es anschließend wieder zurück zum Bus.

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Zum Abschluss des Nachprogramms konnte wiederum getanzt werden.

Samstag 15.11. 
Am Vormittag hieß es Abschied nehmen. Alle Teilnehmer wurden zum Flughafen in Faro gebracht, Michaela, Alfred und ich nach Faro, weil wir erst einen Tag später nach Deutschland zurückgeflogen sind. So konnten wir noch das sehenswerte Innere der Kathedrale besuchen, was einen Tag zuvor nicht geklappt hatte.

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Am Nachmittag klarte es auf, so dass wir auch noch die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen bei Sonnenschein und blauem Himmel genießen konnten.

Irmi Corbet